Erinnerung braucht einen Platz in unserem Alltag.
Heute wurden in Kornelimünster zehn neue Stolpersteine verlegt. Die kleinen Messingtafeln erinnern an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung und geben ihnen ihre Namen und einen sichtbaren Platz in unserer Mitte zurück.
Am Steinkaulplatz 4 erinnern sie an Berta, Arthur, Herbert und Kurt Gottschalk, in der Korneliusstraße 43 an Herta, Isabella, Leopold und Max Kaufmann und in der Dorffer Straße 53 an Therese und Hermann André.
Unser Dank gilt der Volkshochschule Aachen sowie insbesondere den Schüler*innen und Lehrer*innen des Inda-Gymnasiums, die gemeinsam mit dem Gedenkbuchprojekt die Verlegungszeremonien sehr würdevoll gestaltet haben. Ebenso danken wir allen weiteren Beteiligten, die diese Form des Erinnerns möglich machen.
Die Stolpersteine gehören – ebenso wie die „Wege gegen das Vergessen“ – zu den wichtigsten Werkzeugen unserer Erinnerungskultur. Sie holen Geschichte aus Museen und Gedenkstätten mitten in unseren Alltag und erinnern uns daran, dass die Opfer des Nationalsozialismus unsere Nachbar*innen waren.
Wie wichtig es ist, diese Erinnerung im öffentlichen Raum zu bewahren, zeigt gerade ein Blick nach Heidenau in Sachsen: Dort haben Mitglieder von CDU und AfD gemeinsam mit dem BOD (Bündnis Oberelbe für mehr Demokratie) beantragt, künftig keine weiteren Stolpersteine im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich zuzulassen. Über den Antrag soll heute entschieden werden.

