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Beverau erhalten! Kasernenbau stoppen!

Eselsweg (Photo Edeljaspis@Wikicommons, CC-by-SA 4.0)

Die Beverau ist eines der wichtigsten Kaltluftentstehungsgebiete Aachens. Die dort entstehende Kaltluft trägt insbesondere zur Kühlung des Frankenberger Viertels und des ganzen Aachener Talkessels bei. Angesichts zunehmend heißer Sommer und der Herausforderung des Klimawandels ist der Erhalt dieser Flächen von großer Bedeutung für das Stadtklima. Bereits 2014 hat sich unsere Fraktion deshalb gegen eine drohende Wohnbebauung des Gebiets ausgesprochen.

Nun plant die Bundeswehr, rund 27,8 Hektar der Beverau zu erwerben, um die Dr.-Leo-Löwenstein-Kaserne zu erweitern. Dies bedeutet eine erhebliche Gefährdung der ökologischen und klimatischen Funktionen des Gebiets. Eine Bebauung und Versiegelung der Flächen könnte weitreichende Folgen für den Boden- und Wasserhaushalt, die Artenvielfalt und die Kaltluftentstehung haben. Darüber hinaus droht mit dem seit 1854 dokumentierten Eselsweg ein historischer und wichtiger öffentlicher Verbindungsweg für alle Aachener*innen verloren zu gehen.

Was aus Gründen des Klimaschutzes nicht mit Wohnungen bebaut werden sollte, darf auch nicht für eine Kasernenerweiterung versiegelt werden. Die Bedeutung der Beverau für das Stadtklima hängt nicht davon ab, ob die Flächen für Wohngebäude oder militärische Einrichtungen genutzt werden sollen.

Die Fraktion Die Linke lehnt die Erweiterungspläne der Bundeswehr daher entschieden ab. Unabhängig von unserer grundsätzlichen Kritik an der Aufrüstung der Bundeswehr sehen wir in dem Vorhaben einen erheblichen Eingriff in ein ökologisch wertvolles Gebiet. Auch wenn die kommunalpolitischen Einflussmöglichkeiten begrenzt sind, werden wir uns mit allen Mitteln für den Erhalt der Beverau einsetzen.

„Wir fordern, dass die Bundeswehr ihre Erweiterungspläne in der Beverau aufgibt. Sollte sie dennoch an dem Vorhaben festhalten, werden wir uns dafür einsetzen, dass die Stadt Aachen auch rechtliche Schritte gegen die geplante Kasernenerweiterung prüft", erklärt Andreas Nositschka, Fraktionsvorsitzender.

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