Ratsantrag: Standesamtszimmer in Aachener Krankenhäusern
Spätestens eine Woche nach der Geburt muss ein/e neue/r Erdenbewohner*in beim Standesamt angemeldet werden.
In Aachen ist das für junge Eltern eine Herausforderung, insbesondere wenn der Vater diese Aufgabe nicht erledigen kann. Das Gebäude, in dem das Aachener Standesamt untergebracht ist, ist nicht barrierefrei.
Um der Anmeldepflicht nachzukommen, ist Treppensteigen angesagt, in die erste – oder schlimmer noch – in die zweite Etage. Einen Aufzug gibt es nicht und auch keinen sicheren Ort, um einen Kinderwagen abzustellen. Der muss derweil unbeaufsichtigt auf der Straße vor der Tür stehen bleiben. Gerade für die Mütter, die erst vor wenigen Tagen entbunden haben, ist das eine Zumutung, findet Die Linke und hat nun beantragt, mit den Aachener Krankenhäusern Vereinbarungen zur Einrichtung von barrierefreien Räumen für das Standesamt zu treffen.
„In Stolberg ist das bereits gelebte Praxis und die Erfahrungen sind durchweg positiv,“ erklärt Andreas Nositschka, Sprecher für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz der Linken Stadtratsfraktion und selbst zweifacher Vater.
Nach Vorstellung der Linken könnte der entsprechende „Vor Ort-Service“ des Standesamts dreimal in der Woche für einige Stunden besetzt werden und so zur Entlastung junger Familien sorgen.
Antrag als pdf
