Ratsantrag: Aachen tritt dem Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden (WHO Global Network for Age-friendly Cities and Communities) bei
Das „Globale Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden“ ist ein globales Netzwerk und eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Mitgliederstädte verpflichten sich, den Bedürfnissen älterer Menschen erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Es wurde 2010 gegründet. Die Basis bildet das Konzept „Aktiv Altern“ der WHO, mit dem die Rahmenbedingungen und Vorschläge für politisches Handeln definiert werden. https://extranet.who.int/agefriendlyworld/
Ziel ist die Schaffung eines weltweiten Netzwerkes von Städten und Gemeinden, die eine altersfreundliche Gestaltung anstreben, einen weltweiten Austausch von Ideen, Fragen und Beispielen aus der Praxis u. a. zur Gestaltung des direkten Wohnumfelds der Bürgerinnen und Bürger vor dem Hintergrund demografischer Herausforderungen.
Die Städte und Regionen können ihre Maßnahmen und Initiativen hierzu im Rahmen des Netzwerkes darstellen und hierdurch auch Anregungen für die Gestaltung und Weiterentwicklung auch für andere Städte geben. Die Infos werden im „Global Database of Age-friendly Practices“ bereitgestellt. Aktuell sind 1.500 Städte und Gemeinden in 51 Ländern Mitglied im Netzwerk (https://extranet.who.int/agefriendlyworld/who-network/).
In Europa sind bereits weit über 100 Städte unterschiedlicher Größe dem WHO- Netzwerk beigetreten: von Stockholm, Göteborg, Oslo, Reykjavik, Amsterdam, Den Haag, Paris, London, Glasgow, Dublin, Straßburg, Brüssel, Bern, bis hin zu sehr vielen kleineren und mittelgroßen Städten gerade in Frankreich, Spanien, Portugal, Irland, Belgien, Skandinavien oder Polen. Dabei stehen in vielen Städten altengerechte und barrierefreie Stadt- und Quartiersgestaltung, Mobilität und Verweilmöglichkeiten, Unterstützungssysteme für Wohnung und Alltag, Gesundheitsprävention, selbstbestimmte Wohn- und Pflegeformen bis hin zu Begegnungs-, Teilhabe und Beteiligungsmöglichkeiten im Fokus.
Während in Europa bereits eine Vielzahl von Kommunen diesem Netzwerk beigetreten sind, ist die Beachtung in Deutschland für eine Beteiligung an dem WHO-Netzwerk bisher leider noch gering ausgeprägt. In Nordrhein-Westfalen stehen wir somit noch am Anfang dieser Entwicklung. Bislang sind nur die Städte Radevormwald und Münster Mitglied des weltweiten Netzwerkes „Altersgerechter Städte“. Das sollte sich ändern.
