Van den Brink auf Beutezug

Linke vermisst Sensibilität bei Aachener Museumsdirektor

Gegenüber den Aachener Nachrichten und der Aachener Zeitung äußerte sich der Aachener Museumsdirektor Peter van den Brink zu Gemälden die nach dem zweiten Weltkrieg in die Sowjetunion kamen und nun mit der Krim von der Ukraine an Russland fielen. Hierbei spekulierte er, dass der Museumsdirektorin des Kunstmuseums in Sewastopol, Larina Vladimirovna Kudryashova die Entwicklung auf der Krim entgegenkäme: „Sie ist ja selbst Russin und stammt auch noch aus einer edlen russischen Familie“ und regte Finanzhilfen an die Ukraine „an die Bedingung knüpfen, die Depots in Kiew und Odessa zu öffnen. Dabei ginge es nicht um die Rückgabe von Kunstgegenständen, sondern darum, den Zugang zu ermöglichen. Die Zeit dazu ist reif.“

Diese Äußerungen sorgen bei der Linken für Empörung.

 

[Hier sollte ein Zitat von Andrej folgen, in dem er die Forderung nach einer Öffnung der Kunstdepots in Kiew und Odessa als Bedinung für Finanzhilfen knüpft als kolonialistisch bezeichnet. Die exakte Formulierung möge jemand mit etwas mehr Kenntnis vom Thema Ukraine und Andrejs Duktus übernehmen. Am besten mit Erwähnung, dass er gerade mit einer Bundestagsdelegation die Ukraine besucht]

 

„So falsch es sein mag, dass nach den Verwüstungen, die Wehrmacht und SS in der Ukraine verübten, Kunstwerke als ‘Entschädigung’ mitgenommen wurden“ erinnert Leo Deumens, Oberbürgermeisterkandidat der Linken, „aber von Beutekunst sollte man doch lieber im Zusammenhang mit dem Besitz der ermordeten Jüdinnen und Juden sprechen. In deutsche Museen wird viel zu wenig getan, um solche Fällen aufzuklären.“

„Statt Überlegungen darüber anzustellen, ob das Handeln seiner Kollegin auf Simferopol aus ihrer Familiengeschichte herzuleiten ist, sollte Herr van den Brink sich lieber mal um seine Arbeit im Suermondt-Ludwig-Muesums kümmern“, kommentiert Ulla Epstein, Kulturpolitikerin der Aachener Linken, „etwas frischere Kunst findet man ja auch außerhalb der Ukraine.“