Tarifanpassung für das Aachener Sinfonieorchester ist längst überfällig

Ratsantrag gestellt

Aachen, 8. Oktober 2012

Matthias Fischer (Foto: Andreas Schmitter Aachen)Das Sinfonieorchester der Stadt Aachen wird zu Recht wegen seinerLeistungssteigerungen in der ‚Ära Bosch’ und wegen des hohen Leistungsniveaus gelobt, nicht zuletzt auch durch den neuen Generalmusikdirektor, Herrn Kazem Abdullah.

Angesichts dieser allseits hervorgehobenen Leistung ist es unverständlich und den
Musiker/innen gegenüber nicht vertretbar, dass sie nun bereits im dritten Jahr auf ihnen zustehende Gehaltserhöhungen verzichten müssen.

Verursacht wird dieser unhaltbare Zustand durch einen Rechtsstreit vor dem Bundesarbeitsgericht
zwischen der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) und dem Deutschen Bühnenverein (DBV), dessen Ende noch nicht absehbar ist.

Einer Empfehlung des DBV, die Tarifanpassungen unter Vorbehalt vorzunehmen, folgt die Stadt Aachen nicht - im Gegensatz zu vielen anderen Städten wie u.a. Münster, Trier und Frankfurt.

Dies ist für Die Linke. nicht hinnehmbar. Aus diesem Grund haben wir zur nächsten Ratssitzung am 24. Oktober 2012 den Antrag gestellt, dass die Stadt Aachen der Empfehlung des DBV nachkommen und die Tarifanpassungen unter Vorbehalt vornehmen soll, damit die Ungleichbehandlung der Musiker/innen, auch im Vergleich zu den anderen städtischen Bediensteten, endlich beendet wird.